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Formaldehyd

Formaldehyd leitet sich aus dem lateinischen Wort für Ameise («formica») ab. Es ist der Trivialname für die giftige chemische Verbindung Methanal, die durch Oxidation in Ameisensäure überführt werden kann. Die weltweite Produktion betrug 2007 ca. 21 Mio. Tonnen.

Gesundheitsrisiken

  • Allergien
  • Haut-, Atemwegs- oder Augenreizungen

Ab einer Konzentration von 30ml/m³

  • Lungenödem
  • Pneumonie

Bei chronischer Exposition

  • Krebsfördernd
  • Beeinträchtigung des Gedächtnisses, der Konzentrationsfähigkeit und des Schlafs

Eigenschaften

  • farblos
  • stechend riechender Stoff
  • Siedepunkt bei -19°C
  • Geruch noch in Konzentrationen von 0,05–1 ml/m3 wahrnehmbar
  • sehr gut wasserlöslich

Typische Verwendungsorte

  • Spanplatten, OSB (oriented strand board) und anderen Holzfaserplatten
  • als Holzleim in Mehrschichtplatten oder in Brettschichtholzträgern
  • Kleber für Teppichböden oder Fliesen
  • Allzweckreiniger

Weitere Verwendungszwecke und Vorkommnisse

  • im Tabakrauch
  • in Farbstoffen
  • in Arzneistoffen
  • bei der Textilveredelung
  • in Konservierungsstoffen von Kosmetika
  • als Adjuvans in Impfstoffen
  • polymerisiert als Thermoplastischer Kunststoff Polyoxymethyl (POM-H)
  • mit Phenol als Kunstharz Phenolharz
  • mit Harnstoff als Harnstoff-Formaldehyd-Harz (UF-Harze)
  • mit Melamin zu den Melamin-Formaldehyd-Harzen (MF-Harze)
  • zur Leichenkonservierung
  • zur Konservierung von anatomischen und biologischen Präparaten
  • in Flächendesinfektionsmitteln
  • in Süssstoffen
  • in Bindemitteln
  • in Klebstoffen
  • in Düngemitteln
  • in Ionenaustauschern
  • in Giessharzen
  • in Gerbstoffen
  • in Härtezusätzen
  • in Vulkanisationszusätzen
  • in Füllungsmitteln
  • in Fungiziden
  • in Sprengstoffen
  • in Ortschäumen
  • in Selbstbräunern

Weiterführende Information

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